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Baugeschichtliches vom Forsthof
bearbeitet von Rudi Köppe

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Forsthof Cunnersdorf
Forsthof Cunnersdorf

Teil 8
Der Forsthof zu Cunnersdorf
Objektbeschreibung aus dem Jahr 1860 /1920 ??? Teil 2
Im Winkel zum Torgebäude schließt sich der Stall an. In im waren Kühe und Gastpferde untergebracht. Die Scheune liegt zwischen Stall und Wirtschaftsgebäude (Gemeindehaus), das noch mit Schindeln gedeckt war, lediglich um die Essen herum zwei Ellen breit mit Ziegeln. Weiterhin muß dort ein auf Holzsäulen ruhender Holzschuppen gestanden haben, 32 Ellen lang, 11 3/4 Ellen breit mit einer Treppe, die zum Boden führte. Er war zum Teil in Bruchsteinen hergestellt, größtenteils aber nur mit Holz verschlagen.

Die Röhrwasseranlage stand östlich vom Hofe hinterm Lustgarten. Es handelte sich um einen hochgestellten Wasserbehälter, von dem aus die Röhren nach den Trögen im Hof, die in der Ansicht vom Torgebäude zu sehen waren, zum Gesindehaus, zum alten Milchgewölbe und zur Küche führten.

Die Rückseite des Backhauses mit dem Vorbau zeigt die nächste Aufnahme. Im vorgezogenen Teil standen die Back- und Heizöfen. Links fand man Stube und kammer, rechts eine Stube und einen Raum neben den Backöfen, der Keller wurde bereits erwähnt.

Vom Park, von dem man vorstellen kann, daß er sehr gut gewirkt hat, sehen wir den schon in den alten Rissen vorgezeichneten Birkenweg.

Doch jetzt zur Betrachtung des Wohngebäudes, und zwar gleich zur Ostfront, der Parkseite. Die Verbretterung des Giebels wurde gegen das Mauerwerk zurückgesetzt. Die Fenster im Erdgeschoß sind vergittert. Der Geländeunterschied läßt sich an der nach dem Hof führenden Tür leicht erkennen. Man muß sich ja vorstellen, daß gleich hinter unserem Rücken das Gelände steil ansteigt. Auf der anderen Seite dieses Bergrückens liegt dann Papstdorf. Um eine Vorstellung vom Aussehen des Bauwerks vorm Umbau der Schornsteine zu haben, ließen wir in dieser Ansicht den aus der nördlichen Dachfläche emporsteigenden Schornstein weg.

Um so deutlicher tritt in der nächsten Ansicht vom Garten aus in Erscheinung. Das Gebäude hat an dieser Seite eine Länge von 19,27 m. Hier sieht man auch das Zifferblatt der Uhr, welches man sich nach dem Berge zu ja gut ersparen konnte. Wann der Uhrturm entstand ist nicht genau zu klären. 1730 wurde er bekanntlich zum ersten Mal genannt. 1777 neu verschalt, auf diesen Zeitpunkt ist wohl auch der uns vorliegende Zustand zurückzuführen, obgleich eine spätere Reparatur keinesfalls unmöglich ist. Die Front zeigt uns die im soeben genannten Jahr hochgezogene Mauer.

Ungefähr bis zum Fallrohr der Dachrinne müßte man sich früher das sogenannte Alte Höfgen denken. Der damals erwähnte Eingang ist ebenfalls zu sehen. Das Profil ist im Vergleich zu dem am Hofeingang befindlichen sehr einfach. Unter dem Fenster des Küchenstübchens fanden wir einen Trog mit eingeritzten Wappen. Ob es sich um den Trog handelt, der 1730 beschrieben wird als noch von Forstmeisters Henschels Zeiten her dort stehend, ist fraglich, da es ebenso gut der durch ein Betonbecken ersetzte Wasserbehälter aus der Küche sein kann.

Auf der Westansicht finden wir die bekannte Zahl über der Kellertür wieder. Der Zugang zum Haus bestand vor 1829 noch nicht, hinter ihm verbarg sich die Badestube. An Stelle der Tür müssen wir uns, Abmessung und Sturzhöhe lassen schließlich gar nichts anderes vermuten, ein Fenster denken.

Im Pfeiler liegt der Abort. Erst hinterm oberen, seit 1921 hinterm unteren Fenster. Vorm Umlegen mußte man auf einem schmalen Bohlensteg dorthin balancieren.

1921


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